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Passt zum Buddy-Projekt: Lancet Oncology’s Commission fordert ganzheitlichen Blick auf den Menschen in Pflege und Forschung

„The Lancet“ ist eine der ältesten, renommiertesten und weltweit einflussreichsten medizinischen Fachzeitschriften. Die Inhalte zeichnen sich durch hohe wissenschaftliche Standards aus und haben in der Regel hohe internationale Relevanz.

Ihre „Commissions“ sind internationale, interdisziplinäre und unabhängige Expertengruppen, die zu einem großen Gesundheitsproblem umfassend Stellung beziehen und einen Wandel anstoßen sollen: politisch, klinisch und gesellschaftlich.

Die „Commission on the Human Crisis in Cancer Care“ der Fachzeitschrift „Lancet Oncology“ macht in ihrer aktuellen Veröffentlichung auf eine zunehmende Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen und klinischen Fortschritten einerseits und den tatsächlichen Erfahrungen von Krebspatient:innen andererseits aufmerksam. Sie betont, dass wesentliche, auf den Menschen ausgerichtete Maßnahmen vernachlässigt werden – darunter solche, die das psychosoziale Wohlbefinden stärken, Leid mindern, die Würde schützen und Vertrauen fördern.

Die Kommission fordert, dass Ausbildung und Forschung im Gesundheitswesen der komplexen Realität des Lebens mit Krebs gerecht werden. Dazu gehört, die Patient:innenbetreuung zu stärken, die palliative Versorgung früher einzubinden, finanzielle Sicherheit zu gewährleisten und kulturell angemessene psychosoziale sowie psychologische Unterstützung bereitzustellen. Kommunikation, Empathie und psychologische Begleitung sollten dabei als grundlegende Kompetenzen in der onkologischen Versorgung verankert sein.

Neuere Formen von ehrenamtlicher Arbeit – u.a. das „Task-Sharing-Prinzip“ zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen – sollen soziale Verbundenheit stärken und die Fähigkeit von Gemeinschaften fördern, Menschen mit lebenslimitierenden Erkrankungen zu unterstützen. So begleiten speziell geschulte Freiwillige, wie jene aus dem kanadischen Nav-Care-Programm, ältere Menschen mit weit fortgeschrittenen Erkrankungen, indem sie soziale Kontakte fördern, den Zugang zu wichtigen Dienstleistungen erleichtern und insgesamt zur Steigerung der Lebensqualität beitragen.

Genau diese Aufgaben übernimmt in Köln das Buddy-Projekt. Damit ist es bestes Beispiel für die in der Publikation geforderte sogenannte „Human-Centred Care“, die den Menschen in all seinen Dimensionen unterstützt und den Fokus auf Lebensqualität setzt. Das unterstreicht unser Ziel, das Buddy-Projekt perspektivisch in die Regelversorgung zu überführen. Und die (Lebens-)Welt lebenslimitierend Erkrankter und ihrer Angehörigen ein bisschen besser zu machen.

The human crisis in cancer: a Lancet Oncology Commission

Ein herzliches Dankeschön geht an M. Sc. Mareike Löbberding, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Palliativmedizin und wissenschaftliche Begleiterin des Buddy-Projekts, die uns die Kernbotschaften der Publikation vorgestellt hat.


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