Am 27.03. 2025 hat unsere Ehrenamts-Fortbildung mit dem Thema „Umgang mit Todeswünschen“ in der Buddy-Zentrale stattgefunden. Sie wurde von Priv.-Doz. Dr. Kerstin Kremeike durchgeführt, die zu diesem Thema forscht und uns mit ihrem Vortrag schnell fesselte. Wir als Buddys erleben viele unserer Begleiteten in sehr herausfordernden Situationen, in denen sie Todeswünsche äußern, z.B. „Ich kann nicht mehr“. Diese Aussagen können Ausdruck vieler verschiedener Bedürfnisse sein. Sie haben eine Funktion, auf die es sich zu schauen lohnt. Ein Todeswunsch kann beispielsweise Ausdruck von einem Wunsch nach Kontrolle oder mehr Aufmerksamkeit sein. Oder die Person möchte spezifische Situationen nicht mehr erleben.
In der Ausbildung ging es darum, zu lernen, wie wir Buddys auf solche Äußerungen reagieren und ins Gespräch kommen können. Dabei sollte unser Blick sich nicht auf den Wunsch nach Suizidassistenz verengen, sondern wir sollten lernen, darüber hinaus zu schauen.
Oftmals helfen den Betroffenen offene und nicht wertende Gesprächsangebote sehr, etwa die Frage „Worum geht es Ihnen?“
Unser Dankeschön geht an Kerstin Kremeike, die uns viele gute Hilfestellungen für mögliche Reaktionen mitgegeben hat. Die rege Teilnahme unserer ehrenamtlichen Buddys mit Fragen und Anregungen hat aus diesem Abend eine lehrreiche, anregende und ermutigende Fortbildung gemacht.

