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Welttag des Schlafes – was Schlaf für schwer erkrankte Menschen bedeutet

Welttag des Schlafes – was Schlaf für schwer erkrankte Menschen bedeutet

Schlaf hat einen großen Einfluss auf die körperliche Gesundheit, das psychische Wohlbefinden und die Lebensqualität schwer kranker Patient:innen. Für Angehörige gibt es bisher jedoch nur wenige Erkenntnisse. Die vorhandenen Studien konzentrieren sich vor allem auf Pflegepersonen von Menschen mit Demenz. Diese leiden häufig unter einer schlechten Schlafqualität, die mit erhöhten psychischen und körperlichen Gesundheitsrisiken verbunden ist.

Für schwerkranke Patient:innen spielt Schlaf in vielen Bereichen der Gesundheit und des Wohlbefindens eine zentrale Rolle. Das erleben die Buddys auch immer wieder bei ihren Begleitungen.

Bei Krebspatient:innen treten Schlafstörungen häufig bereits ab der Diagnose auf und können während der Behandlung sowie noch Jahre danach bestehen bleiben. Sie beeinflussen die Genesung [1] und beeinträchtigen die Fähigkeit, alltägliche Aufgaben zu bewältigen [2]. Außerdem wurden Störungen des natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus als möglicher unabhängiger Risikofaktor für Krebs identifiziert [1].

Auch bei Erkrankungen des Nervensystems ist Schlaf von großer Bedeutung. Bei Demenzpatient:innen nehmen Schlafstörungen mit zunehmendem Verlust der geistigen Fähigkeiten zu [3]. Dadurch entsteht ein gegenseitiger Zusammenhang: Schlafprobleme können eine Folge des geistigen Abbaus sein, gleichzeitig können sie diesen auch verstärken [3].

Parkinson-Patient:innen, die häufig unter schlechtem Schlaf leiden, berichten außerdem in allen Bereichen von einer deutlich geringeren Lebensqualität [4].

Patient:innen mit chronischen Schmerzen zeigen häufig Veränderungen im Schlafrhythmus. Dies führt zu ausgeprägter Müdigkeit am Tag, die sowohl alltägliche Aktivitäten als auch die Konzentrations- und Denkfähigkeit beeinträchtigen kann [5]. Insgesamt beeinflusst Schlaf die körperliche Gesundheit unter anderem durch Veränderungen im Tag-Nacht-Rhythmus, im Immunsystem und bei Entzündungsprozessen im Körper [2, 6]. Zu den psychischen Folgen von Schlafstörungen zählen Depressionen, Angstzustände und eine eingeschränkte Fähigkeit, mit der Krankheit umzugehen [2, 4].

Die Forschung zur Bedeutung von Schlaf für Angehörige und Familienmitglieder ist bislang gering.

Lediglich eine Studie befasst sich gezielt mit dem Schlaf von Pflegepersonen. Sie zeigt, dass Pflegepersonen von Menschen mit Demenz im Vergleich zu Personen ohne Pflegeverantwortung eine schlechtere subjektive Schlafqualität und eine stärkere Müdigkeit am Tag aufweisen [7]. Chronischer Schlafmangel stellt dabei einen wichtigen Risikofaktor für psychische und körperliche Gesundheitsprobleme dar [7].

Zudem stehen Pflegebelastung, depressive Symptome und ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus in einem deutlichen Zusammenhang mit schlechter Schlafqualität und erhöhter Tagesmüdigkeit bei Pflegepersonen [7].

Ob sich diese Ergebnisse auch auf Angehörige und Pflegepersonen anderer schwer kranker Patientengruppen übertragen lassen, wurde bislang kaum untersucht. Dadurch entsteht eine wichtige Forschungslücke. [8].

Recherche: Mareike Löbberding, M.Sc., Pflegefachperson, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zentrum für Palliativmedizin unter Zuhilfenahme der KI-basierten Plattform ELICIT (https://elicit.org); die Zusammenfassung erfolgte mit KI-Unterstützung


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